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Aktuelle Vollzugsmaßnahmen

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) wurde am 28.10.2015 vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert, dass in Großbritannien bei Sortenversuchen eine unerlaubte Freisetzung von gentechnisch verändertem (gv) Winterraps festgestellt worden war. Das Saatgut dazu stammte aus Frankreich und wurde auch in andere EU-Mitgliedsstaaten, u. a. Deutschland, geliefert. Dieser Raps ist zu ca. 0,4 % mit gv Raps der Linie OXY-235 verunreinigt. Der gv Raps enthält ein bakterielles Enzym, wodurch er resistent gegen Oxynil-Herbizide ist.

Soweit bekannt wurde der verunreinigte Raps nur im Rahmen von Sortenversuchen mit konventionellem Raps auf kleinen Flächen ausgebracht. Die Sortenversuche wurden im Auftrag einer französischen Saatgutfirma durchgeführt. In Sachsen war ein Standort im Landkreis Meißen betroffen, konkret drei Parzellen mit jeweils 10 m2. Diese befanden sich inmitten weiterer Parzellen mit konventionellem Raps.

Die zuständige Behörde, das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), hatte zeitnah die Zerstörung der auf den betroffenen Parzellen befindlichen Rapspflanzen durch Spritzen mit dem Totalherbizid Glyphosat und die mechanische Beseitigung des Mantelstreifens gegenüber der Firma angeordnet. Die Umsetzung erfolgte am 12.11.2015. Die Wirksamkeit der Maßnahme wurde am 26.11.2015 vor Ort durch das LfULG überprüft. Die Rapspflanzen wurden damit vor der Blüte vernichtet.

Bei allen nachfolgenden Kontrollen durch die Firma bzw. das LfULG in den Jahren 2016 und 2017 wurde kein gv. Raps auf der Fläche gefunden.

Im Frühjahr 2018 sollen die Parzellen nochmals durch das LfULG auf Durchwuchs konrtolliert werden.

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Ansprechpartner SMUL

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 54 - Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien

Dr. Bernd Maurer

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Petra Riedel

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Dr. Udo Mücke