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Überwachung gentechnischer Anlagen

Gentechnische Anlagen werden regelmäßig im Rahmen von Vor-Ort-Begehungen über­wacht. Dabei wird kontrolliert, ob die Labore, Tierhaltungsanlagen (z. B. für Mäuse oder Fische), Gewächshäuser oder Produktionsanlagen den gesetzlichen Vorgaben und den Bestimmungen der Zulassungsbescheide entsprechen. Außerdem wird Einsicht in die Aufzeichnungen über die gentechnischen Arbeiten genommen. In der Regel werden gentechnischen Anlagen der Sicherheitsstufe 1 alle drei Jahre, Anlagen der Sicherheitsstufe 2 alle zwei Jahre und die Anlage der Sicherheitsstufe 3 jährlich inspiziert. Es wird angestrebt, die Überwachung zusammen mit der Arbeitsschutzbehörde vorzunehmen.

 

Im Jahr 2017 wurden 68 gentechnische Anlagen vor Ort kontrolliert. Dabei wurden in den meisten Fällen keine oder geringfügige Mängel festgestellt, die mit dem Protokoll bzw. einem Mängelschreiben dem Projektleiter mitgeteilt wurden. Formelle Anordnungen waren nicht erforderlich.

 

Außerdem wurde im Juli 2017 bekannt, dass in einem Gebäude zur Produktion von Grippe-Impfstoff (gentechnische Anlage der Sicherheitsstufe 2) zwei Reinigungsräume - entgegen der Baupläne - nicht mit der werkseigenen Abwasser-Inaktivierungsanlage verbunden waren. Dadurch konnten mit Influenza-Viren behaftetes Abwasser ins öffentliche Abwassersystem fließen. Der Fehlanschluss wurde umgehend korrigiert und alle anderen Anschlüsse überprüft. Im Rahmen der Auswertung durch die Behörden wurde die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) gebeten, das Ergebnis auszuwerten. Die ZKBS stellte im September 2017 zusammenfassend fest, das von dem Vorkommnis eine sehr geringes Risiko einer Gefährdung ausgeht.

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Ansprechpartner SMUL

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 54 - Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien

Dr. Bernd Maurer

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Petra Riedel

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Dr. Udo Mücke