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Umweltchemikalien

Synthetisch hergestellte Chemikalien und natürliche Stoffe für unterschiedlichste Anwendungsgebiete – Industrie- und Haushaltschemikalien, Pflanzenschutz- und Schädlings-bekämpfungsmittel, Arzneimittel und Hormone – können auf verschiedenen Wegen in die aquatische Umwelt gelangen. Eine Begrenzung der Einträge in die Umwelt ist insbesondere für solche Stoffe erforderlich, die sich in der Umwelt und in Organismen ablagern, die toxisch wirken oder die hormonähnliche Wirkung zeigen.

Gefährliche Stoffe in Kläranlagen

Bestimmte Stoffe mit toxischen, persistenten und bioakkumulierenden Eigenschaften gelangen durch Abwässer aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft in die Kläranlagen. Während der mechanisch-biologischen Abwasserbehandlung in konventionellen Kläranlagen werden nur wenige dieser Stoffe fast vollständig eliminiert.

Pflanzenschutzmittelwirkstoffe

Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie hat in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft die Relevanz von 60 der in der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufgeführten Pflanzenschutzmittelwirkstoffe für die Fließgewässer des Freistaates Sachsen für die Jahre 1997 bis 2004 untersucht.

In einer ersten Analyse werden mögliche Eintragspfade und Vermeidungsstrategien aufgezeigt, um langfristig die Belastung der Gewässer durch Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.

Es wurde festgestellt, dass die Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Sachsen zwar kein flächendeckendes Problem darstellen, es aber regional immer wieder zu erhöhten Befunden kommt.

Arzneistoffe

Arzneistoffe stehen bereits seit geraumer Zeit im Fokus der Umweltbeobachtung, da sie in größeren Mengen aus der Anwendung bei Mensch und Tier in die Gewässer gelangen können. Im nachfolgenden Bericht werden die Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen ausgewählter Arzneistoffe in sächsischen Kläranlagen und Fließgewässern zusammengestellt und bewertet.

Endokrine Stoffe

Inhalt eines Posters zur 3. Dresdner Tagung »Endokrin aktive Stoffe im Abwasser und Klärschlamm« an der TU Dresden, 14./15.03.2005.

PCB (Polychlorierte Biphenyle)

Wegen ihrer Persistenz in der Umwelt, ihrer Bioakkumulation, ihres Potenzials für Ferntransport und ihrer schädlichen Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit gehören die PCB seit langem zu den routinemäßig untersuchten Schadstoffen. Im nachfolgenden Bericht werden die Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen von PCB in sächsischen Fließ- und Standgewässern sowie in Kläranlagen zusammengestellt und bewertet.

PFT (Perfluorierte Tenside)

Nachfolgende Diplomarbeit von Kerstin Ullrich gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Wissensstand zur »PFT-Problematik«, über entsprechende rechtliche Regelungen und über mögliche Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen.

Alle bisher in Sachsen vorliegenden Untersuchungsergebnisse werden zusammengefasst und bewertet. Auf der Grundlage von Modellrechnungen werden Voraussagen zum Verhalten und zur Eliminierung von Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) in kommunalen Kläranlagen abgeleitet.

Potentielle prioritäre Stoffe

Im Anhang III der EG-Richtlinie 2008/105/EG wurden 13 neue Stoffe bzw. Stoffgruppen benannt, die von der Kommission auf ihre mögliche Einstufung als prioritäre oder prioritäre gefährliche Stoffe überprüft werden sollen. Der nachfolgende Bericht fasst für diese »potentiellen prioritären Stoffe« die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen in Fließgewässern und in Abläufen kommunaler Kläranlagen zusammen.

Marginalspalte

Bild: Kläranlage Rauschenbach

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 43: Siedlungswasserwirtschaft

Dr. Uwe Engelmann

Statusseminar »Arzneistoffe in der Umwelt« am 7. und 8. September 2011 in Dresden

Statusseminar »Arzneistoffe in der Umwelt«