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Emissionsbericht Abwasser

Vierte Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen

Der vierte Emissionsbericht Abwasser schreibt die Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen für Sachsen mit Stand 2009/2010 fort.

Beim Ausbau der kommunalen Kläranlagen ist bereits seit einigen Jahren ein Stand erreicht, bei dem weitere Reduzierungen der eingeleiteten CSB-Fracht nicht zu erwarten sind. Die Reinigungs-
leistung aller Anlagen liegt seit 2005 im Mittel bei 94 %. Bei den Nährstoffen Stickstoff und Phosphor haben sich die in Oberflächen-
gewässer eingeleiteten Abwasserfrachten seit 2001 um 43 % bzw.
29 % verringert.

Im Bericht werden erstmalig vorliegende Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen von prioritären Stoffen im Ablauf sächsischer Kläranlagen dargestellt und bewertet. Für diese und bestimmte andere Schadstoffe sind in der EG-Richtlinie 2008/105/EG und in der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) Umweltqualitätsnormen festgelegt.

Dritte Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen

Der dritte Emissionsbericht Abwasser schreibt die Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen für Sachsen mit Stand 2007/2008 fort und vergleicht sie mit den Ergebnissen des ersten Emissionsberichtes für das Bezugsjahr 2001 und des zweiten Berichts für den Bezugszeitraum 2005/2006.

Durch den Ausbau großer kommunaler Kläranlagen mit Nährstoffeliminierung und durch die Erhöhung des Anschlussgrades der Bevölkerung an biologische Abwasserbehandlungsanlagen konnte die in Oberflächengewässer eingeleitete Abwasserfracht seit 2001 um ca. 28 % beim Chemischen Sauerstoffbedarf, 41 % beim Stickstoff und um 21 % beim Phosphor verringert werden. Auch für alle Schwermetalle ist zumindest tendenziell eine Abnahme der Abwasseremissionsfrachten festzustellen.

Emissionen aus kommunalen Kläranlagen und von urbanen Flächen haben den entscheidenden Anteil an der sächsischen Abwassergesamtemission. Gewässerbelastungen aus industriellen Einleitungen sind in der Regel von untergeordneter Bedeutung. An der Gesamtbelastung der Gewässer mit Nährstoffen und Schwermetallen haben die Emissionen aus dem Abwasserbereich meist nur einen geringen Anteil. Der Hauptanteil der Belastungen geht von diffusen Quellen aus.

Zweite Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen

Im zweiten Emissionsbericht Abwasser werden die Abwasseremissionsquellen und die von ihnen verursachten Schadstoffeinträge in Oberflächengewässer mit Stand 2005/2006 für Sachsen fortgeschrieben und mit den Ergebnissen des ersten Emissionsberichtes für das Bezugsjahr 2001 verglichen. Abwasseremissionen aus kommunalen und industriellen Punktquellen und Abwasserbelastungen über urbane Flächen wurden auf der Basis von Messungen ermittelt oder geschätzt.

Durch den weiteren Ausbau der abwassertechnischen Infrastruktur im Freistaat Sachsen hat sich die in Oberflächengewässer eingeleitete Abwasserfracht gegenüber 2001 um
ca. 16 % beim CSB, um etwa 30 % beim Stickstoff und um etwa 16 % beim Phosphor verringert. Diese Frachtreduzierungen sind vor allem auf den Ausbau vieler kommunaler Kläranlagen mit weitergehender Reinigungsstufe (gezielte Stickstoff- und Phosphoreliminierung) und die Erhöhung des Anschlussgrades der Bevölkerung an öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen zurückzuführen. Auch für alle Schwermetalle ist gegenüber 2001 eine zum Teil deutliche Reduzierung der Abwasseremissionsfracht festzustellen.

Für die Nährstoff- und Schwermetallbelastungen konnte, wie bereits im ersten Emissionsbericht, anhand vorliegender Literaturwerte gezeigt werden, dass Emissionen aus dem Abwasserbereich oft nur einen geringen Anteil an der Gesamtbelastung der Gewässer mit diesen Stoffen liefern. Der Hauptanteil der Gewässerbelastungen geht häufig von diffusen Quellen, wie Abschwemmung, Erosion, Drainagen, Grundwasser, atmosphärische Deposition und historische Bergbauaktivitäten, aus.

Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen (Stand 2001)

Erstmalig wurde auf der Grundlage von Daten des wasserrechtlichen Vollzuges ein zusammenfassender Überblick zur Situation der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen erarbeitet.
Das Ergebnis liegt als Bestandsaufnahme der Abwasseremissionen im Freistaat Sachsen, dem  »Emissionsbericht Abwasser«, vor.

Im Bericht werden für den Freistaat Sachsen alle Belastungen oberirdischer Gewässer aus kommunalen Kläranlagen und industriell-gewerblichen Abwasserdirekteinleitungen sowie aus sonstigen Abwassereinträgen über urbane Flächen differenziert beschrieben und zusammengestellt. Es wird deutlich, dass Emissionen aus kommunalen Kläranlagen und von urbanen Flächen den entscheidenden Anteil an der Abwassergesamtemission in Sachsen haben. Industrielle Einleitungen sind in der Regel von untergeordneter Bedeutung.

Für die Nährstoff- und Schwermetallbelastungen ergibt sich unter Nutzung der Angaben aus der Fachliteratur, dass Emissionen aus dem Abwasserbereich oft nur einen geringen Anteil an der Gesamtbelastung der Gewässer mit diesen Stoffen liefern. Insbesondere müssen Emissionen aus diffusen Quellen für Sachsen näher untersucht und quantifiziert werden.

Die mit dem Bericht erarbeiten Ergebnisse und aufgezeigten Tendenzen sowie dessen beabsichtigte Fortschreibung werden bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Aufstellung und Durchführung der Monitoringprogramme für die Gewässer sowie die künftigen Bewirtschaftungspläne und Maßnahmeprogramm zur Reduzierung der Gewässerbelastungen eine wichtige Grundlage sein.

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Bild: Kläranlage Rauschenbach

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 43: Siedlungswasserwirtschaft

Dr. Uwe Engelmann