1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Private Kleinkläranlagen

Für rund 10% der sächsischen Bevölkerung insbesondere im ländlichen Raum werden Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben (zusammengefasst KKA) dauerhaft Bestandteil der kommunalen Abwasserbeseitigung sein. Dadurch sind kleinräumige, flexible Lösungen ohne große Kanalnetze möglich, die in dünn besiedelten Gebieten i.d.R. wirtschaftlicher als zentrale, öffentliche Lösungen sind. Bis spätestens Ende 2015 müssen KKA nach der sächsischen Kleinkläranlagenverordnung dem Stand der Technik entsprechen, d.h. mindestens eine biologische Behandlungsstufe besitzen bzw. sämtliches Schmutzwasser ordnungsgemäß entsorgen.

 

Stoffliche Anforderungen an die Abwasserbeseitigung nach Stand der Technik ergeben sich aus der Abwasserverordnung (AbwV), Anhang 1. Danach sind für den Ablauf aus Kleinkläranlagen die zwei Parameter mindestens einzuhalten:

  • Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) mit 150 mg/l und
  • Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB5) mit 40 mg/l.
Nach AbwV Anhang 1 Teil C Abs. 4 gelten bei Kleineinleitungen die Anforderungen für die Größenklasse 1 als eingehalten, wenn eine durch allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder sonst nach Landesrecht zugelassene Abwasserbehandlungsanlage nach Maßgabe der Zulassung, eingebaut und betrieben wird. In der Zulassung müssen die für eine ordnungsgemäße, an den Anforderungen nach Absatz 1 (des Anhangs 1) ausgerichtete Funktionsweise erforderlichen Anforderungen an den Einbau, den Betrieb und die Wartung der Anlage festgelegt sein.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kleinkläranlagen

Sächsische Kleinkläranlagenverordnung

Mit der Veröffentlichung im Sächsischen Gesetzes- und Verordnungsblatt am 13.07.07 ist die Sächsische Kleinkläranlagenverordnung am 14.07.07 in Kraft getreten.

Darin ist festgelegt, dass bis spätestens 31. Dezember 2015 die Anpassung aller Anlagen an den Stand der Technik abgeschlossen sein muss.

In dünn besiedelten, ländlichen Gebieten und vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist eine flächendeckende Umstellung in diesen Gebieten auf eine zentrale Abwasserentsorgung weder wasserwirtschaftlich geboten noch wirtschaftlich. Das Gebot der Stunde war daher die Sanierung und Umrüstung der bestehenden Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik, d. h. mit biologischer Reinigungsstufe. Diese ist gesetzlich gefordert, für neue Anlagen sofort, für alte Anlagen innerhalb angemessener Fristen. Diese Fristen waren individuell durch die unteren Wasserbehörden insbesondere anhand des Gewässerzustandes, des Bauzustandes, des Alters sowie der vorgesehenen Restlaufzeit der Altanlage zu bestimmen.

Für die Sicherstellung einer dauerhaften Reinigungsleistung der biologischen Kleinkläranlagen ist die regelmäßige Funktionskontrolle durch die Betreiber sowie 2 bis 3 mal im Jahr die Wartung durch einen Fachbetrieb unerlässlich und daher regelmäßig in der Bauartzulassung der Anlage festgelegt. Die Kleinkläranlagenverordnung schreibt vor, dass diese Betriebsbestimmungen zwingend einzuhalten sind. Bei abflusslosen Gruben beschränken sich die Kontrollpflichten des Betreibers nach der Verordnung auf den ordnungsgemäßen Bauzustand, sofern nicht zusätzliche Verpflichtungen durch die Wasserbehörde oder den Zweckverband festgelegt werden.

Die Einhaltung dieser notwendigen Kontrollen/Inspektionen (insbesondere der Wartung der biologischen Kleinkläranlagen) sowie der Mängelbeseitigung wird durch die Kommunen bzw. Abwasserzweckverbände überwacht, die bereits für die Schlammentleerung dieser Anlagen zuständig sind. Nach der Verordnung ist vorgesehen, dass diese Überwachung höchstens einmal im Jahr, mindestens jedoch alle drei Jahre stattfindet.

Zur näheren Erläuterung der Verordnung hat das SMUL die unten stehenden Anwendungshinweise herausgeben.

Wasserrechtliche Erlaubnisse für Einleitungen aus Pflanzenkläranlagen

Zur Vereinheitlichung der Verwaltungspraxis und zur Klärung aufgetretener Rechtsfragen wird diese Handlungsanleitung herausgegeben und veröffentlicht:

Fachgespräch am 27. Januar 2015 im Rahmen der TerraTec in Leipzig

Verwertung von Klärschlamm und Klärschlammkompost aus Kleinkläranlagen

Teilortskanalisationen

Qualitätssicherung

Förderung privater Kleinkläranlagen

  • Förderung privater Kleinkläranlagen