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Seismologie / Erdbebenbeobachtung

Historische Erdbeben in Deutschland

Historische Erdbeben in Deutschland

Quelle: LfULG

Obwohl Deutschland und insbesondere Sachsen im internationalen Vergleich nur als mäßig erdbebengefährdet einzustufen ist, darf die Erdbebenüberwachung und Erdbebenvorsorge nicht vernachlässigt werden. In historischer Zeit wurden hier mehrfach seismische Ereignisse mit Intensitäten über 6,5 auf der MSK-Skala – dem entsprechen Magnituden über 4 auf der Richter-Skala – beobachtet und dokumentiert.

Erdbeben in Sachsen mit Intensität >VI

Erdbeben in Sachsen mit Intensität >VI, Quelle: LfULG

Besondere Aufmerksamkeit gilt den - teils periodisch wiederkehrenden - vogtländischen Schwarmbeben, die aufgrund ihrer Vielzahl zeitlich und räumlich benachbarter Einzelbeben und deren Intensität zu den seismologisch bedeutenden Ereignissen in Europa gehören. Die letzten größeren Bebenschwärme ereigneten sich im Herbst 2000, im Oktober bis Dezember 2008 und im Herbst 2011.

Themen

  • Automatische Auswertung von Erdbeben
    Für die Region Mitteldeutschland/Nord-Westböhmen werden die Signale von ca. 40 seismischen Messstationen kontinuierlich automatisch ausgewertet. Dies geschieht mit Hilfe eines automatischen Ortungssystems.
  • Erdbebengefährdung in Deutschland
    In Deutschland treten seismische Ereignisse entlang junger Störungszonen besonders in der Region des nördlichen Alpenrandes, des Oberrheintalgrabens, des mittleren Rheintals, der Niederrheinischen Bucht auf.
  • Erdbebenbeobachtung in Sachsen
    In Sachsen wird seit 1994 die staatliche Erdbebenüberwachung zusammen mit den seismologisch tätigen Observatorien und Einrichtungen im »Seismologie-Verbund zur Erdbebenbeobachtung in Sachsen« durchgeführt.
  • Seismologisches Sachsennetz
    Seit dem Jahr 2000 wurde das Seismologische Sachsennetz aufgebaut, um alle seismischen Ereignisse der Region zu erfassen. Besonders in dem Gebiet von Westsachsen und Ostthüringen werden immer wieder Erdbeben registriert.
  • Schwarmbeben im Vogtland
    Besondere Aufmerksamkeit gilt den vogtländischen Schwarmbeben, die aufgrund ihrer Vielzahl zeitlich und räumlich benachbarter Einzelbeben zu den seismologisch interessanten Ereignissen in Europa gehören.
  • Geodätisches Überwachungsnetz »Vogtländisches Bebengebiet«
    Bereits im Sommer 1994 wurde mit der Anlage eines geodätischen Überwachungsnetzes im oberen Vogtland begonnen. An 16 Punktgruppen werden über GPS Lageveränderungen von weniger als 1 mm (horizontal) bzw. 3 mm (vertikal) bestimmt.

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Bild: Thematische Illustration: Geophysik, Erdbebenbeobachtung

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Dr. Ottomar Krentz

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1201
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
  • E-MailE-Mail

Brunhild Witthauer

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1217
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
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