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Rohstoffgewinnung

Mit Stand 2015 gibt es in Sachsen etwas weniger als 300 aktive Abbaustandorte für Steine-und-Erden-Rohstoffe sowie vier Gewinnungsstellen für Energierohstoffe. Unter die Kategorie Steine-und-Erden-Rohstoffe fallen die Gruppen der Kiese und Kiessande, Sande und Spezialsande, Lehme und Mergel, Tone und Spezialtone, Kaoline, Bentonite, Industrieminerale, Karbonatgesteine sowie die Gruppe der sonstigen Festgesteine.

An verschiedenen Gewinnungsstellen wird bzw. wurde bis vor kurzem im Tiefbau gearbeitet (Stand 2015):

  • im Weißerdewerk in Seilitz bei Meißen (Kaolin), Abbau aktiv
  • in Lengefeld im Mittleren Erzgebirge (Dolomitmarmor), Abbau 2015 eingestellt
  • in Hermsdorf im Osterzgebirge (Dolomitmarmor)
  • für den eingestellten Abbau in Lengefeld wird derzeit die Ersatzlagerstätte in Hammerunterwiesenthal im Mittleren Erzgebirge (Dolomitmarmor) für den Abbau vorbereitet.

Die Gewinnung des Energierohstoffes Braunkohle erfolgt in den Tagebauen:

  • Nochten und Reichwalde in der Oberlausitz sowie
  • Vereinigtes Schleenhain und dem sächsischen Teil des Tagebaues Profen südlich Leipzig

Im Rahmen der Bergbausanierung fallen zudem im Raum Königsstein jährlich noch einige Tonnen Uran mit an.

Kieswerk Flemmingen bei Penig. Kiessandgewinnung mittels schwimmfähiger Saugpumpe. Im Hintergrund Betonwerk sowie Klassier- und Waschanlagen. Der Transport der Kiessande in die Aufbereitungsanlagen erfolgt hier über Rohrleitungen und Bandanlagen.

Kieswerk Flemmingen bei Penig (April 2016), Quelle: LfULG/R. Brauer

Fördermengen von Steinen und Erden sowie von Braunkohle in Sachsen für das Jahr 2010 in Kilotonnen (kt)

Unter Bergrecht 1)

Unter Baurecht und Immissionsschutzrecht

Förderung
[in kt]

Abbaubetriebe

Förderung
[in kt] 2)

Abbau­betriebe

Steine und Erden

Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt oder Werk-/ Dekorsteinen

20.721

104

ca. 4.000

6

Kiese und Kiessande, Sande

13.342

133

ca. 3.000

50

Kaoline

1.279

12

 

 

Lehme und Mergel (Ziegelton)

606

13

 

 

Kalke und Dolomite

371

4

 

 

Quarz- und Formsande

72

3

 

 

Spezialtone

524

19

 

 

Torf

 

1

 

 

insgesamt

36.915

289

ca. 7.000

56

 

 

 

 

Braunkohle

 

 

 

 

Lausitzer Revier

18.700

2

Mitteldeutsches Revier

13.000

1(2)

insgesamt

31.700

3

1)Nach Jahresbericht 2010 des Sächsischen Oberbergamtes (http://www.bergbehoerde.sachsen.de/)
2)Geschätzt.   

Fördermengenvergleich Sachsen – Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2014

Einen Vergleich der sächsischen Rohstoffgewinnung ausgewählter Rohstoffgruppen von 2014  mit den Förderdaten der entsprechenden Rohstoffe für die gesamte Bundesrepublik aus dem gleichen Jahr (aktuellere Daten stehen derzeit noch nicht zur Verfügung) verdeutlicht den Stellenwert des sächsischen Steine-Erden-Potenzials innerhalb des Bundesgebietes insbesondere mit seiner Braunkohle sowie seinen Hartgesteins- und Kiessandvorkommen.

Gesamtfördermengen von festen mineralischen und organischen Rohstoffen in den deutschen Bundesländern

Gesamtfördermengen von festen mineralischen und organischen Rohstoffen in den deutschen Bundesländern

Quelle: Rohstoffbericht Baden-Württemberg 2006

Daten zusammengestellt aus Jahresbericht 2010 des Sächsischen Oberbergamtes sowie DERA Rohstoffinformation 2010 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe / Hannover

Gesamtfördermengen von festen mineralischen und organischen Rohstoffen in Sachsen im Vergleich zur Förderung in den anderen Bundesländern

Im Vergleich zu den übrigen Ländern steht Sachsen mit der Förderung von Energierohstoffen (Kohle) bundesweit an dritter Stelle. Bezüglich der Steine-Erden-Rohstoffe nimmt unser Bundesland eine mittlere Position ein.

Daten zusammengestellt aus: Steine- und Erden-Rohstoffe in der Bundesrepublik Deutschland, Geol. JB. Sonderheft Nr. 10, 2012

Jeder Bundesbürger verbraucht in seinem Leben ca. 1000 t mineralische und Energie-Rohstoffe; etwa die Hälfte davon sind Steine-Erden-Rohstoffe. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Rohstoffnutzung im Alltag. In der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie allerdings nur eine geringe Rolle.

Eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung und vorsorgende Rohstoffsicherung haben daher eine große Bedeutung. Dabei nehmen die Abbauflächen nur etwa 0,3 Prozent der Landesfläche in Anspruch.

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Bild: Thematische Illustration: Rohstoffgeologie

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Henrik Kaufmann

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1404
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
  • E-MailE-Mail

Dr. Rainer Brauer

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1402
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
  • E-MailE-Mail

Katrin Kleeberg

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1401
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
  • E-MailE-Mail

Dr. Uwe Lehmann

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1400
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
  • E-MailE-Mail