Rohstoffgewinnung
An drei Gewinnungsstellen wird im Tiefbau gearbeitet:
- im Weißerdewerk in Seilitz bei Meißen (Kaolinabbau)
- in Lengefeld im Mittleren Erzgebirge (Marmor)
- in Hermsdorf im Osterzgebirge (Marmor)
Die Gewinnung des Energierohstoffes Braunkohle erfolgt derzeit in den Tagebauen:
- Nochten und Reichwalde in der Oberlausitz sowie
- Vereinigtes Schleenhain und dem sächsischen Teil des Tagebaues Profen südlich Leipzig
Im Rahmen der Bergbausanierung fallen zudem im Raum Königsstein jährlich noch einige Tonnen Uran mit an.
Fördermengen von Steinen und Erden sowie von Braunkohle in Sachsen für das Jahr 2010 in Kilotonnen (kt)
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Unter Bergrecht 1) |
Unter Baurecht und Immissionsschutzrecht | ||
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Förderung |
Abbaubetriebe |
Förderung |
Abbaubetriebe |
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Steine und Erden |
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Gesteine zur Herstellung von Schotter und Splitt oder Werk-/ Dekorsteinen |
20.721 |
104 |
ca. 4.000 |
6 |
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Kiese und Kiessande, Sande |
13.342 |
133 |
ca. 3.000 |
50 |
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Kaoline |
1.279 |
12 |
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Lehme und Mergel (Ziegelton) |
606 |
13 |
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Kalke und Dolomite |
371 |
4 |
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Quarz- und Formsande |
72 |
3 |
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Spezialtone |
524 |
19 |
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Torf |
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1 |
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insgesamt |
36.915 |
289 |
ca. 7.000 |
56 |
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Braunkohle |
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Lausitzer Revier |
18.700 |
2 |
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Mitteldeutsches Revier |
13.000 |
1(2) |
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insgesamt |
31.700 |
3 |
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2) Geschätzt.
Fördermengenvergleich Sachsen – Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2010
Einen Vergleich der sächsischen Rohstoffgewinnung ausgewählter Rohstoffgruppen von 2010 mit den Förderdaten der entsprechenden Rohstoffe für die gesamte Bundesrepublik aus dem Jahr 2010 verdeutlicht den Stellenwert des sächsischen Steine-Erden-Potenzials innerhalb des Bundesgebietes insbesondere mit seiner Braunkohle sowie seinen Hartgesteins- und Kiessandvorkommen.
Daten zusammengestellt aus Jahresbericht 2010 des Sächsischen Oberbergamtes sowie DERA Rohstoffinformation 2010 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe / Hannover
Gesamtfördermengen von festen mineralischen und organischen Rohstoffen in Sachsen im Vergleich zur Förderung in den anderen Bundesländern
Im Vergleich zu den übrigen Ländern steht Sachsen mit der Förderung von Energierohstoffen (Kohle) bundesweit an dritter Stelle. Bezüglich der Steine-Erden-Rohstoffe nimmt unser Bundesland eine mittlere Position ein.
Jeder Bundesbürger verbraucht in seinem Leben ca. 1000 t mineralische und Energie-Rohstoffe; etwa die Hälfte davon sind Steine-Erden-Rohstoffe. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Rohstoffnutzung im Alltag. In der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie allerdings nur eine geringe Rolle.
Eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung und vorsorgende Rohstoffsicherung haben daher eine große Bedeutung. Dabei nehmen die Abbauflächen nur etwa 0,3 Prozent der Landesfläche in Anspruch.


