Auenmessprogramm des Freistaates Sachsen
Das sächsische Auenmessprogramm als Bestandteil des sächsischen Bodenmessprogramms untersuchte in den Jahren 2000 – 2006 an ausgewählten, größeren Flüssen Sachsens den Stoffbestand der Auenböden. Dazu wurden in den Auen der Zwickauer, Freiberger und Vereinigten Mulde, der Zschopau und der Elbe Bodenproben entnommen und auf relevante Spurenelemente analysiert. Die Einzugsgebiete der beprobten Flüsse liegen zum größten Teil in den intensiv durch Mineralisation, Bergbau und Hüttentätigkeit geprägten Gebieten des Erzgebirges. Die Böden und Gesteine dieser Gebiete sind durch z. T. extreme Anreicherungen von Arsen, Cadmium, Blei, Kupfer und Zink geprägt. Die Auenböden weisen durch Abtragungs-, Aufbereitungs- und Akkumulationsprozesse ähnlich hohe Gehalte auf.
Hinsichtlich der Bewertung der Bodenanalysen nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBODSCHV 1999) sind vielfach Überschreitungen der Prüf- und Maßnahmenwerte auf in den Auen liegenden Acker- und Grünlandflächen zu erwarten und es besteht die Besorgnis des Schadstoffübergangs in Nahrungs- und Futterpflanzen und damit auch die Möglichkeit des Eintrages in die tierische und menschliche Nahrungskette.

