Winderosion
Definition und Prozess der Winderosion
Winderosionsgefährdung
Schäden durch Winderosion
Schutz vor Bodenerosion
Definition und Prozess der Winderosion
Winderosion wird als Verlagerung von Bodenmaterial an der Bodenoberfläche durch Wind als Transportmittel definiert. Dabei wird zwischen Bereichen mit vorwiegendem Abtrag und Auftrag unterschieden.
Winderosionsgefährdung
Winderosionsgefährdet sind trockene, nicht bedeckte Flächen mit hohem Feinstsandanteil bzw. Anmoor (Mineralböden mit einem sehr hohen Anteil unzersetzter organischer Masse) in gleichzeitig windoffenen Landschaften. Besonders gefährdet sind ausgedehnte Ackerflächen in konventioneller Bearbeitung mit dem Pflug im Zeitraum nach der Saatbettbereitung bis zum Aufwuchs einer schützenden Pflanzendecke.
Im Freistaat Sachsen besteht auf den weitgehend ebenen Ackerflächen in den nördlichen Landesteilen wegen der dort vorherrschenden feinsandreichen Böden auf rund 110.000 ha (entsprechend ca. 15 % der gesamten Ackerfläche Sachsens) eine mittlere bis sehr hohe potenzielle standortabhängige Gefährdung durch Winderosion nach DIN 19706.
In Sachsen wird auch zukünftig auf diesen potenziell gefährdeten Standorten die ackerbauliche Nutzung überwiegen. Deshalb muss auf der Ackerfläche ein wirksamer Schutz des Bodens vor Winderosion ansetzen.
Schäden durch Winderosion
Im Abtragsbereich:
- Verkürzung der Bodenprofile
- Verarmung an Humus und Feinbodenteilchen
- Beeinträchtigung der Bodenfunktionen (z.B. Filter-, Puffer- und Speicherfunktion für Nährstoffe und Niederschlagswasser)
- Verletzung, Entwurzelung und Vernichtung von Kulturpflanzen
- Verlagerung bzw. Verfrachtung von Saatgut, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln
Im Auftragsbereich:
- Konzentration von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln
- Überdeckung von Pflanzen
- Verschmutzung von Verkehrswegen, Siedlungsflächen und Gräben


