Bodengeochemie
Auf Grund der geologischen Gegebenheiten, einer Vielzahl von Erzlagerstätten und einer Jahrhunderte währenden Gewinnung und Verarbeitung von Blei-, Silber-, Zink-, Zinn- und Uranerzen sind vor allem die Böden des Erzgebirges im südlichen Teil Sachsens in höherem Maße mit Arsen und Schwermetallen belastet. Diese hohen, zum Teil flächendeckend auftretenden Belastungen wurden wiederum teilweise über die das Gebiet entwässernden Bäche und Flüsse auch in die Auenböden des Elbe- und Muldesystems eingetragen.
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) führt seit 1993 eine einmalige stoffliche Zustandserhebung in Form von Bodenmessnetzen zur Untersuchung der Arsen- und Schwermetallbelastung in Sachsen durch.
Folgende Untersuchungen ergaben inzwischen je nach Element bis zu 17.000 Analysen des Oberbodens (siehe auch Karte der Probenahmepunkte unten):
- landesweite Übersichtsaufnahme (Bodenmessnetz 4 x 4 km)
- regionale Detailuntersuchungen in bekannten und vermuteten Belastungsgebieten (Bodenmessnetze 1 x 1 km, Sondermessnetze)
- Einbeziehung von Daten Dritter (Hochschulen, Behörden) sowie bestätigter Altdaten
Geochemische Karten
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Geochemische Übersichtskarten
Die Geochemischen Übersichtskarten des Freistaates Sachsen werden im Maßstab 1 : 400 000 erstellt und bilden die im Boden enthaltenen Stoffe ab. -
Zuordnungswerte gemäß LAGA-TR
Gemäß den Technischen Regeln der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall, kurz LAGA-TR, werden bestimmte Auswertungskarten nach bodenschutzrelevanten Kriterien erstellt. -
Übersichtskarten der Feststoffinhalte
Dies sind Übersichtskarten, die den Gehalt an einzelnen bestimmten Stoffen im Unterboden anzeigen, wie z.B. Arsen, Quecksilber, Blei usw.

