Böden der überregionalen Flusslandschaften
Die Elbe hat, ebenso wie die anderen größeren Flüsse Sachsens, ihr Flussbett häufig verlagert. In ihrem heutigen Tal bildete sie noch nacheiszeitlich in begrenztem Umfang »Mäander« aus. So entstanden zahlreiche Altarme, die heute nur noch bei höheren Wasserständen geflutet werden. Kommt es zu Hochwässern, so kann der gesamte, nicht eingedeichte Auenbereich von den Fluten erfasst werden, wobei dann auch so genannte Auensedimente abgelagert werden.
Die jungen Auenlehme der Elbe stellen das Resultat derartiger nacheiszeitlicher Hochwässer dar. Vielerorts kann an ihren Bestandteilen und ihrer chemischen Zusammensetzung die zunehmende Beeinflussung natürlicher Prozesse durch den Menschen erkannt werden. So bezeugen erhöhte Humusgehalte mittelalterlicher Flussablagerungen die damalige Rodungsphase im Mittelgebirgsraum, die dort zum großflächigen Abtrag der Humusauflagen geführt hat.
Das dargestellte Bodenprofil, eine so genannte Vega (brauner Auenboden) aus geschichtetem Auenlehm, bietet ein gutes Beispiel für die geschilderten Prozesse: Schichten mit höherem Humusgehalt erkennt man an der Graufärbung.

