Böden der Berg- und Hügelländer
Einführung
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Sandstein
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Magmatiten und Metamorphiten
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Ton- und Schluffschiefern
Einführung
- Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Sandstein
- Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Magmatiten und Metamorphiten
- Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Ton- und Schluffschiefern
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Sandstein
Unter den Berg- und Hügelländern Sachsens nehmen Elbsandstein- und Zittauer Gebirge eine Sonderstellung ein, da ihre Gesteine in wesentlich jüngerer Zeit (Kreidezeit, vor ca. 100 Mio. Jahren) entstanden sind als z.B. im Erzgebirge und da ihre Sandsteinschichten in ganz Sachsen einzigartig sind.
Besonders im Elbsandsteingebirge hat die Erosion eine in Einzelblöcke zergliederte Landschaft geschaffen, die zudem in Folge unterschiedlicher Verwitterungsresistenz der einzelnen Schichten in charakteristische Tafeln gestaffelt ist. Die Oberflächen der Tafeln sind verbreitet mit einer dünnen Lössschicht bedeckt. Lediglich an stärker geneigten Hängen und in Schluchtbereichen dominieren sogenannte Verwitterungsböden, die unmittelbar aus dem Sandstein hervorgingen. Sie bilden ein nährstoffarmes, sandiges Substrat mit niedrigen pH-Werten bei geringem Wasserhaltevermögen und somit die besten Bedingungen zur Entstehung von Böden, die man als Podsole bezeichnet. Die Abbildung zeigt als charakteristische Bodenform der Region einen Podsol aus Sandsteinzersatz.
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Magmatiten und Metamorphiten
Die sächsischen Mittelgebirge bestehen zum großen Teil aus magmatischen und metamorphen Gesteinen, die älter als 300 Mio. Jahre sind. Bei Magmatiten handelt es sich um in der Tiefe erstarrte Schmelzen. Metamorphite hingegen aus »Vorgängergesteinen« entstanden, die im Verlauf der Erdgeschichte in tiefe Zonen der Erdkruste gelangt sind, wo sie in Folge hoher Drücke und Temperaturen unter Beibehaltung ihrer chemischen Zusammensetzung umgewandelt wurden. Auf Grund von Erdkrustenbewegungen und Abtragungsprozessen gelangten sie wieder an die Erdoberfläche, wo sie nun schon lange Zeit der Verwitterung ausgesetzt sind. Die daraus resultierenden Produkte, vermischt mit Löss, bilden heute auf großen Flächen das Substrat unserer Gebirgsböden.
Eiszeitliche Gefrier- und Auftauprozesse schufen charakteristische Strukturen innerhalb dieser Böden. Diese Prozesse der so genannten »Kryoturbation« können am ehesten mit Begriffen wie »Verknetungen«, »Verwürgungen« oder »Vermengungen« beschrieben werden, wie dies auch auf dem abgebildeten Bodenprofil gut zu erkennen ist. Es handelt sich dabei um eine Braunerde aus lösshaltigem Zersatz von zur Gruppe der Metamorphite gehörendem Gneis. Er ist ein im Erzgebirge weit verbreitetes Gestein einer Gruppe, die früher auch als »kristalline Schiefer« bezeichnet wurde.
Böden der Berg- und Hügelländer mit hohem Anteil an Ton- und Schluffschiefern
Im sächsischen Vogtland treten Gesteinseinheiten auf, die als »schwach metamorph« bezeichnet werden. Sie waren im Verlauf ihrer Entwicklungsgeschichte höheren Temperaturen und Drücken ausgesetzt, als sie an der Erdoberfläche herrschen. Dabei entstanden Tonschiefer sowie Phyllite, stellenweise begleitet von Grauwacken. Daneben tritt im Vogtländischen Kuppenland eine Wechselfolge von Tonschiefern, Kalken und Diabasen auf, die für die Wende vom Zeitalter des Devon zum Karbon (vor circa 360 Mio. Jahren) charakteristisch ist. Das unterschiedliche Verwitterungsverhalten dieser Gesteine war ausschlaggebend für die namensgebende Reliefgestaltung. Reine Lössablagerungen kommen im Vogtland nicht großflächig vor. Dennoch findet sich dieses Windsediment auch hier als Bestandteil der Böden wieder.
Das Bild zeigt als lokaltypischen Boden eine Podsol-Braunerde aus schluffigem Verwitterungsschutt über Schluffschiefer.
Daneben führten in weiten Teilen des Vogtlandes die Substratverhältnisse in Verbindung mit geringen Geländeneigungen zur Ausbildung von Böden, die sich im Jahresverlauf durch längere Feucht- oder sogar Nassphasen auszeichnen. Diese werden als Pseudogleye bezeichnet. In der Landwirtschaft wird von staunassen oder wechselfeuchten Standorten gesprochen, die häufig recht schwierig zu bewirtschaften sind.

