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Rohstoffproduktivität

Beschreibung des Indikators

Der Indikator kennzeichnet die Veränderung des Verhältnisses des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zur Inanspruchnahme an nicht erneuerbaren Rohstoffen bezogen auf das Basisjahr 1994 (= 100 %).
Das Bruttoinlandsprodukt misst den Umfang der Produktion von Waren und Dienstleistungen. Es zeigt, welche monetären Werte im jeweiligen Jahr von allen Wirtschaftsbereichen erzeugt wurden.
In den Rohstoffverbrauch gehen sowohl der Abbau von Rohstoffen als auch der Saldo aus der Ein- und Ausfuhr von Rohstoffen ein. Als nicht erneuerbare Rohstoffe werden abiotische Energieträger, Erze, Steine, Erden und deren Erzeugnisse erfasst.

Rohstoffproduktivität

Grafik: Rohstoffproduktivität (Quelle: UGR der Länder, Berechnungsstand: Frühjahr 2018 Berechnungsstand für das Bruttoinlandsprodukt: August 2017/Februar 2018)

Aussage des Indikators

Produktivitäten werden als Verhältnis von wirtschaftlicher Leistung und den dafür eingesetzten Ressourcen ermittelt. Sie verdeutlichen demzufolge die Effizienz der Produktion in einer Region. Je höher die Werte liegen, desto weniger Ressourcen werden für die wirtschaftliche Leistung benötigt.
Der Indikator Rohstoffproduktivität ist eine Relativgröße, dessen positive Entwicklung sowohl auf der Grundlage eines verringerten Rohstoffverbrauchs als auch auf einem gestiegenen BIP basieren kann. Ein weiterer Einfluss ist die allgemeine Veränderung der Wirtschaftsstruktur mit unterschiedlichen Anteilen von rohstoffintensiver Produktion oder rohstoffarmen Dienstleistungen. Rückschlüsse auf den Stand des nachhaltigen Wirtschaftens können deshalb nur bedingt gezogen werden.

Bewertung für Sachsen

Die Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen geht stets mit einer Flächen-, Material- und Energieinanspruchnahme sowie mit Schadstoffemissionen einher. Um nachfolgenden Generationen noch eine intakte Umwelt zur Verfügung zu stellen, ist eine absolute Verringerung des Rohstoffverbrauchs bei gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftsleistung zwingend erforderlich. Eine solche Entwicklung kann für Sachsen angenommen werden: Ausgehend von dem Basisjahr 1994 stieg die Rohstoffproduktivität in Sachsen bis 2000 kontinuierlich an. Im Zeitraum 2001 bis 2006 stellen sich die Ergebnisse mit einer Ausnahme im Jahr 2003 ausgeglichen dar. Ab 2007 ist insgesamt ein  Anstieg der Rohstoffproduktivität zu erkennen. Der deutliche Rückgang im Jahr 2011 wurde durch eine kurzzeitige überdurchschnittlich hohe Entnahme von mineralischen Rohstoffen v. a. für Baumaßnahmen verursacht.

Anwendungsempfehlungen

Der Indikator wurde von der Umweltministerkonferenz zur Anwendung in den Bundesländern empfohlen und findet als Indikator in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie Verwendung.

Marginalspalte

Bild: Illustration für Umweltindikator

Umweltindikatoren von A bis Z

A–E | F–M | N–S | T–Z

Navigator Umweltstatus

Trendbewertung

Bewertung

Tendenz: steigend

Datenaktualität

letzte Aktualisierung:
14.06.2018

verfügbare Wertebasis:
2015

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

Schutzgut

Nutzer

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