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Schutzgut: Luft

Die Luft ist eines der wichtigsten Medien für den Menschen. Ohne Luft gibt es kein Sauerstoff, ohne Sauerstoff kein menschliches Leben. Der Anteil der Luftschadstoffe hat sich durch menschliches Einwirken in den letzten Jahrzehnten immer wieder verändert. Technische Weiterentwicklungen und verändertes Nutzungsverhalten tragen dazu bei.

Anfang der 1990er Jahre belasteten Stoffe wie Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx), Staub oder flüchtige organische Verbindungen außer Methan (NMVOC) die Luft erheblich.

Viele der heute bedeutsamen Schadstoffe entstehen durch den zunehmenden Verkehr. Dazu kommen die Emissionen der sächsischen Großfeuerungsanlagen (GFA).

Deutliche Verbesserungen der Luftqualität brachte das Stilllegen und Modernisieren von technisch veralteten Anlagen, das Neubauen mit moderner Technik und das Umstellen der Energieträger. Milde Winter und andere meteorologische Einflüsse minderten zusätzlich die Emissionen durch Hausbrand, Kleinverbraucher und Gewerbe.

Die Emissionen von Stickoxiden, Staub und Kohlenmonoxid hingegen steigen seit 1999 wieder leicht an. Dies hängt mit der Inbetriebnahme neuer Kraftwerksblöcke zusammen.

Das Stillegen von Kraftfahrzeugen mit 2-Takt-Ottomotor sowie das Einführen und technische Weiterentwickeln der Kfz-Katalysatoren half, die Emission von NMVOC deutlich zu verringern.

Gleiches gilt für die Schwefeldioxid-Einwirkung in Sachsen. Die Immission ging im vergangenen Jahrzehnt auf über ein Zehntel des Anfangswerts zurück. Inzwischen sind deren Einflüsse auf die Vegetation und die menschliche Gesundheit kaum noch nachzuweisen.

Bei der Stickoxid-Immission haben sich in den letzten Jahren nur geringfügige Veränderungen ergeben.

Feine Staubpartikel – messbar als sogenannter PM10-Wert – belasten die Luft stark. In sächsischen Ballungsgebieten liegt der Wert im Bereich des ab 2005 gültigen Grenzwertes. Für die Stadt Leipzig mussten ein Luftreinhalte- und ein Aktionsplan zur Verbesserung der Luftqualität auf gestellt werden. Für die Städte Dresden und Chemnitz werden solche Pläne zurzeit erarbeitet.

Beim Ozon steigen die Werte ebenfalls kontinuierlich an. Damit steigt die chronische Ozon-Belastung – das Risiko einer dauerhaften Schädigung des menschlichen Organismus wächst. In den ländlichen Regionen Sachsens übertreffen die gemessenen Werte die von der EU vorgeschlagenen Zielwerte für den Schutz der menschlichen Gesundheit und den Schutz der Vegetation.

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Bild: Illustration für Schutzgut Luft

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