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Wirkung: Siedlung – Klima

Das Verringern des Energieverbrauchs und das Umstellen von Kohle auf umweltfreundlichere Energieträger wie Öl und Gas verbesserte die Kohlendioxid-Emissionen im Bereich Hausbrand und Kleinverbraucher vor allem Anfang der 1990er Jahre erheblich. Seitdem veränderte sich der  Energieverbrauch trotz z. T. deutlich verbesserter Wärmedämmung nur noch unwesentlich. Dies hängt wahrscheinlich mit einer höheren individuellen Wohnraumausstattung (z. B. Zahl von Haushaltgeräten) und mit gestiegenen Komfortansprüchen (z. B. Wohnungsgrößen) zusammen.

Eine weitere Reduktion der Treibhausgasemissionen kann grundsätzlich durch eine Steigerung der Energieeffizienz (für Gebäude und Geräte), durch Energieeinsparungen und durch einen erhöhten Anteil Erneuerbarer Energien erreicht werden. Im Sächsischen Klimaschutzprogramm sind Ziele und Maßnahmen für einen sparsamen und effizienten Einsatz der Energie sowie für die Nutzung von Erneuerbaren Energien beschrieben. Das bis spätestens zum Jahr 2010 angestrebte Ziel, 5 % des Endenergieverbrauchs aus regenerativen Energien zu decken, wurde bereits 2007 erreicht. Im Rahmen eines in Erarbeitung befindlichen „Sächsischen Aktionsplans Klima und Energie“ werden darüber hinaus gehende Aktivitäten geplant.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Gebäudesektor. Da in Deutschland für den Gebäudebestand kein Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben war, startete Sachsen 2001 mit dem „Sächsischen Energiepass“ und war dabei deutschlandweit Vorreiter. Nach einer Modellphase wurden inzwischen über 10.000 Energiepässe erstellt, die größtenteils gefördert wurden. Seit 2006 werden modellhafte Sanierungen auf Grundlage des Sächsischen Energiepasses gefördert. Bereits seit 2002 werden Neubauten im zukunftsweisenden Passivhausstandard gefördert. Die Gebäude verbrauchen dadurch mindestens 75 % weniger Energie als Neubauten nach Energieeinsparverordnung. Der öffentlichen Verwaltung mit ihrem umfangreichen Gebäudebestand kommt bei der praktischen Umsetzung der neuen Konzepte eine Vorbildfunktion zu.

Besonders in verdichteten Räumen sollen die verfügbaren Potenziale durch moderne klimaschonende Energie- und Verkehrskonzepte (z. B. Fernwärmeversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplung bzw. regenerativen Energieträgern, Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs) erschlossen werden.

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Bild: Illustration zur Nutzungsauswirkung von Siedlung auf Klima

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