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Wirkung: Gewerbe – Wasser

Industrie und Gewerbe haben aus wasserwirtschaftlicher Sicht einen hohen Stellenwert. Im Jahr 1998 nutzten sie über 66 Millionen Kubikmeter Wasser. Rund 56 Millionen Kubikmeter davon verbrauchten allein die vier wasserintensiven Branchen Papiergewerbe, Chemische Industrie, Ernährungsgewerbe und Textilgewerbe.

Statistisch gesehen wurde dabei jeder Kubikmeter rund siebenmal genutzt. Erst danach gelangte er als Abwasser in die Kläranlagen. Den größten Anteil nimmt das Kühlwasser mit rund drei Viertel der Gesamtmenge ein. Die zur Produktion benötigte Wassermenge beträgt hingegen nur ein Fünftel. Das meiste Wasser stammt aus Eigengewinnung von Oberflächenwasser.

Insgesamt fielen rund 62 Millionen Kubikmeter Abwasser an. Das Kühlwasser gelangte in der Regel unbehandelt in die Gewässer, während Produktionswasser in Kläranlagen gereinigt wurde. Neben kommunalen Kläranlagen gibt es in Sachsen über 200 industriell-gewerbliche Abwasserbehandlungsanlagen mit direkter Ableitung des Abwassers in Oberflächengewässer. Das Einleiten von Abwässern aus Industrie und Gewerbe verursacht potenziell stoffliche und thermische Gewässerbelastungen. Diese können sich auf Gewässerökosysteme und die Eignung der Gewässer für weitere Nutzungen auswirken.

Seit 1998 haben sich der Gesamtwasserverbrauch und die anfallende Abwassermenge nur noch geringfügig verändert. Dagegen haben sich die Ablauffrachten für die Parameter Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Phosphor und Stickstoff in die Oberflächengewässer seitdem weiter deutlich verringert. Bei den CSB-Emissionen liegt der aktuelle Anteil von Industrie und Gewerbe bei etwa 10 %.

Durch den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, beim Herstellen, Behandeln und Verwenden in Produktionsprozessen sowie beim Lagern, Abfüllen und Umschlagen – wie beispielsweise bei Tank- und Chemikalienlagern  – besteht für den Gewässerschutz ein bedeutender Risikofaktor. Entsprechende Schutzvorkehrungen helfen das Risiko zu minimieren.

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