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Wirkung: Verkehr – Boden

Im Freistaat Sachsen liegt der Anteil der Verkehrsfläche an der Gesamtfläche inzwischen bei über 4 %. Die Neuinanspruchnahme von Flächen durch Verkehrsbaumaßnahmen betrifft häufig bedeutsame Böden des Naturhaushalts, die in ihrer Funktionalität beeinträchtigt bzw. komplett zerstört werden.

Versiegeln des Bodens, Bodenaushub und Verdichten von Bodenmaterial beim Ein- und Aufbringen fremder Baumaterialien führen oft zu irreparablen Schäden. Versiegelte Flächen sind meist wasser- und luftundurchlässig. Sie bieten Bodenorganismen und Pflanzen keinen ausreichenden Lebensraum. Verminderung der Grundwasserneubildung, Veränderungen des Klein- und Regionalklimas, Förderung von Hochwassergefahren sowie zunehmende Flächenzerschneidung sind weitere negative Folgewirkungen der Flächenneuinanspruchnahme.

Benachbarte Flächen werden durch die angrenzende Versiegelung in ihrer Bodenfunktion mit beeinträchtigt. Auch die Lebensraumfunktion wird hier meist beschränkt. Bodenorganismen, Pflanzen und Tiere werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Beispiele dafür sind der Aushub und das Lagern von Bodenmaterial, die Erosionsgefährdung bei zu geringer Vegetation oder der Stoffeintrag durch den Verkehr. Ein weiteres gravierendes Problem des Verkehrswegeneubaus ist der Verlust wertvoller Naherholungsräume im Umfeld der Städte und Gemeinden. Die Reduzierung des Flächenverbrauchs besitzt für den Bodenschutz eine hohe Priorität.

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Bild: Illustration zur Nutzungsauswirkung von Verkehr auf Boden

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