1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Signet sachsen.de

Umwelt

Inhalt

Wirkung: Energie und Bergbau – Wasser

Der Abbau von Rohstoffen und die Energieerzeugung können stark verändernd auf Gewässersysteme wirken. Der Abbau von Braunkohle und Baustoffen beeinträchtigt den Wasserhaushalt, insbesondere wenn große Vertiefungen in der Erdoberfläche entstehen. Bereits bei der Entwässerung im Vorfeld des Aufschlusses einer Rohstofflagerstätte sowie während des Abbaus wird das anstehende Grundwasser abgepumpt. Dies kann zur weit reichenden Absenkung des Grundwasserspiegels führen. Werden die Tagebau-Restlöcher nach Abschluss des Abbaus geflutet, so steigt der Grundwasserspiegel wieder.

Des Weiteren kann Rohstoffabbau zu einer stofflichen Belastung von Gewässern führen. So kann es in Bergbau-Restseen beispielsweise zu einer starken Versauerung des Wassers durch Oxidation der in tertiären Sedimentschichten enthaltenen schwefelhaltigen Minerale kommen (Pyritverwitterung). Eine Entwicklung von Pflanzen und Organismen oder eine Nutzung der Restseen wäre dann lange Zeiträume kaum möglich, wenn solche Restseen der natürlichen Sukzession überlassen würden. Bei der komplexen Sanierung wird durch gezielte Maßnahmen (wie Restlochflutung mit Oberflächenwasser oder gehobenem Grundwasser aus aktiven Bergbau) der Versauerung entgegengewirkt. Auch die erfolgreiche Sanierung von Hinterlassenschaften des Uranbergbaus wirkt sichtbar und messbar auf das Schutzgut Wasser. Das Wasser wird beispielsweise über eigens errichtete Wasserbehandlungsanlagen abgeleitet. Dadurch konnte der Radionukleidgehalt des abströmenden Wassers deutlich gesenkt werden. Durch das Abdecken und sichere Verwahren von Abraum, insbesondere der großen Haldenflächen, verringert sich der Schadstoffeintrag in Grund- und Oberflächenwasser ebenfalls.

Bei der Energieerzeugung treten vor allem bei Großkraftwerken und Wasserkraftanlagen Auswirkungen auf das Schutzgut Wasser auf. Bei Großkraftwerken sind vor allem die Entnahme großer Wassermengen für Kühlwasserzwecke sowie stoffliche Belastungen durch warme, aufgesalzene und mit Hemmstoffen (Inhibitoren) versetzte Kühlwassereinleitungen in die Gewässer bedeutsam. Das Potenzial für Wasserkraftnutzung ist in Sachsen vergleichsweise gering. Wasserkraftanlagen sind bezüglich Schadstoffemission, Klimawirkung und Ressourcenverbrauch umweltschonend. Die Fließgewässer werden durch sie aber häufig stark beeinträchtigt. Zur Nutzung der Wasserkraft sind Wehre, Dämme und Ausleitungskanäle entlang der Flüsse errichtet worden, die die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer stören.

Marginalspalte

Bild: Illustration zur Nutzungsauswirkung von Energie und Bergbau auf Wasser

Weiterführende Informationen

Navigator Umweltstatus

Umweltindikatoren von A bis Z

A–E | F–M | N–S | T–Z

©