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Wirkung: Energie und Bergbau – Landschaft

Bergbau und Energieerzeugung beeinflussen die Landschaft und das Landschaftsbild erheblich. Die Braunkohlentagebaue im Südraum Leipzig und in der Lausitz führen zu großräumigen Eingriffen. Ganze Landschaften wurden dadurch umgestaltet, alte Kulturlandschaften unwiederbringlich zerstört.

Bei der Rekultivierung der Tagebaufolgelandschaft steht die Wiedernutzbarmachung im Vordergrund. Oft bedeutet dies, den Boden für eine land- und forstwirtschaftliche Nutzung zu bereiten. Doch eine Rekultivierung der tertiären Kippensubstrate ist auf Grund ihr Nährstoffarmut und ihrer Tendenz zur Versauerung problematisch und langwierig.

Die verbleibenden Tagebaurestlöcher werden durch das aufsteigende Grundwasser gefüllt. Sowohl im Großraum Leipzig als auch in der Lausitz entstehen so regelrechte Seengebiete, die großes Potenzial für eine touristische Nutzung bieten. Auf Grund des ebenso hohen ökologischen Potenzials wird ein Teil der Flächen zu Vorrangflächen für den Naturschutz. Dort kann die Natur unabhängig von Eingriffen des Menschen wieder Besitz von der Landschaft ergreifen.

Auch die Anlagen der Energieerzeugung wie zum Beispiel Braunkohlekraftwerke und besonders die in den letzten Jahren deutlich angestiegene Anzahl von Windenergieanlagen beeinflussen das Landschaftsbild. Die Auswahl der Flächen und damit die Steuerung der Nutzung der Windenergie erfolgt entsprechend den Vorgaben des Landesentwicklungs- und der Regionalpläne mittels konzentrierter Ausweisung von Vorrang- und Eignungsgebieten. Diese Konzentration auf ausgewählte Bereiche wird mit aktuell zu beobachtenden steigenden Mast- bzw. Nabenhöhen und Rotordurchmessern der Windenergieanlagen um so bedeutsamer und verhindert eine flächendeckende »technische Überprägung« der Landschaft.

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