1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Signet sachsen.de

Umwelt

Inhalt

Wirkung: Land- und Forstwirtschaft – Luft

Landwirtschaft

Tierhaltung und Pflanzenbau beeinträchtigen durch Emission von Ammoniak (NH3), Gerüchen und Staub unsere Luftqualität. Die Quellen dieser Emissionen sind vielfältig und z. T. nur schwer zu bilanzieren, da insbesondere beim Feinstaub ein erheblicher Anteil auf schwer abschätzbare diffuse Quellen (z. B. Aufwirbelung bei der Bodenbearbeitung) zurückzuführen ist.

Beim Ammoniak, bei dem etwa drei Viertel der Emission auf die Landwirtschaft zurückgeht, können für folgende Quellen Emissionsgrößen abgeschätzt werden:

  • Stallhaltung von landwirtschaftlichen Nutztieren einschließlich Güllelagerung
  • Gülle- und Stallmistausbringung
  • Sonstige landwirtschaftliche Produktion wie Weidewirtschaft, Pflanzenbau u. a.

Emissionen aus der Tierhaltung können z. B. durch geeignetes Stallmanagement, Abdecken der Güllelager, Abluftreinigung bei geschlossenen Ställen oder auch das emissionsarme Ausbringen der Gülle reduziert werden. Eine immer stärker genutzte Möglichkeit ist das Vergären der Gülle in Biogasanlagen. Hier wird Energie erzeugt, die die Landwirte entweder selbst nutzen oder auch Erlöse erzielen können. Bei Feinstaub haben landwirtschaftliche Emissionen einen Anteil von etwa 30 % an der Gesamtbelastung. Die PM10-Belastung in ländlichen Gebieten ist jedoch erheblich geringer als in Stadtgebieten, Grenzwerte werden hier nicht überschritten.

Forstwirtschaft

Der Wald hat vor allem durch seine immense Filterwirkung auf Staubimmissionen einen positiven Einfluss auf die Luftqualität. Schadstoffemissionen und Feinstaubbelastungen durch Einsatz von Forsttechnik treten zwar auf, sind aber im Vergleich zur Gesamtemission marginal.

Marginalspalte

Bild: Illustration zur Nutzungsauswirkung von Land- und Forstwirtschaft auf Luft

Navigator Umweltstatus

weiterführende Informationen

Umweltindikatoren von A bis Z

A–E | F–M | N–S | T–Z

©