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Land- und Forstwirtschaft

Über die Hälfte der Landesfläche Sachsens wird landwirtschaftlich genutzt. Ein weiteres gutes Viertel ist bewaldet und wird größtenteils forstwirtschaftlich genutzt. Vielfältige Lebensräume unserer Pflanzen- und Tierarten werden durch diese flächendeckende wirtschaftliche Nutzung stark geprägt.

Die Landwirtschaft trägt durch die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte wesentlich zur Ernährung der Bevölkerung aber auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung des ländlichen Raumes bei. Sie prägt unsere Landschaft, schafft und erhält Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes und trägt durch die Verwertung von Reststoffen (z. B. aus der Lebensmittelindustrie) als Futter- oder Düngemittel zur Kreislaufwirtschaft und zum Ressourcenschutz bei.

Sie beeinflusst aber auch in erheblichem Maße die ökologische Stabilität unserer Landschaft. Umweltwirkungen der Landwirtschaft lassen sich folgendermaßen beispielhaft umschreiben:

  • Belastung der Grund- und Oberflächenwassers durch Pflanzenschutzmittelrückstände und Nährstoffe,
  • Verdichtung und Abtragen von Böden infolge unangepasste Bewirtschaftung,
  • Beseitigung von Struktur gebenden Elementen wie Feldgehölze oder Hecken sowie Gewässern in der Landschaft oder
  • Erhöhung der Gefahr von Rückgang oder Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten durch Veränderung der Lebensräume.

Um diese negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, strebt der Freistaat eine dauerhafte umweltgerechte Landbewirtschaftung an. Diese soll auch künftig hochwertige Produkte erzeugen und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig sichern.

Die sächsische Forstwirtschaft hat sich die Erhaltung und Mehrung des komplexen Ökosystems Wald in der Einheit seiner vielfältigen Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen zum Ziel gesetzt. Dieses erfolgt durch naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung. Die heutige Ausdehnung der Wälder und die Baumartenverteilung in Sachsen sind das Ergebnis Jahrhunderte langer wirtschaftlicher Nutzung. Die großen Aufforstungen unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im 18. und 19. Jahrhundert  haben daran großen Anteil.

Auf den Kahlflächen und den teilweise stark heruntergewirtschafteten Böden wurden im Zuge der Industrialisierung und wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem widerstandsfähige und schnell wachsende Fichten und Kiefern gepflanzt. Dies führte zu der heutigen ungleichmäßigen Baumartenverteilung mit einem Nadelbaumartenanteil von 80%. Arten- und strukturreiche Mischbestände können künftig mit Hilfe der naturnahen Waldbewirtschaftung entstehen.

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Bild: Illustration für Nutzer Land- und Forstwirtschaft

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