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Treibhausgasemission durch Großfeuerungsanlagen

Beschreibung des Indikators

Der Indikator zeigt die Entwicklung der Treibhausgasfreisetzungen durch Großfeuerungsanlagen (Feuerungswärmeleistung > 50 MW) in Tonnen pro Jahr. Die bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehenden klimawirksamen Gasmengen von Kohlendioxid, Methan und Lachgas werden auf der Grundlage der verwendeten Brennstoffarten und –mengen berechnet und über das CO2-Äquivalent zusammengefasst.

Diagramm: Treibhausgasemission durch Großfeuerungsanlagen in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2006

Diagramm: Treibhausgasemission durch Großfeuerungsanlagen (GFA) in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2014
(Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Jahr 1990 1994 1998 2002 2006 2009
Mio.t/a 84,1 46,1 18,9 31,9 32,6 32,6
Jahr 2010 2011 2012 2013 2014
Mio.t/a 30,6 30,2 28,5 33,6 33,2
Tabelle: Treibhausgasemission durch Großfeuerungsanlagen in Sachsen ausgewählte Werte im Zeitraum 1990 bis 2014 [Mio.t/a]

Aussage des Indikators

Kohlendioxid, Methan und Lachgas sind natürlich vorkommende Gase, die bei einer durch den Menschen verursachten vermehrten Freisetzung den Treibhausgaseffekt begünstigen. Dabei ist Methan ca. 25 mal und Lachgas ca. 298 mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Dieser unterschiedliche Beitrag zum Treibhausgaseffekt wird über das Kohlendioxid-Äquivalent wider gespiegelt und berücksichtigt. Insbesondere die Großfeuerungsanlagen zur Stromerzeugung mit ihrer hohen CO2-Freisetzung gehören neben dem Verkehr zu den größten Treibhausgasemittenten.

Bewertung für Sachsen

Von 1990 bis zu den Jahren 1998/1999 ist eine stetige Abnahme der Treibhausgasfreisetzung zu erkennen. Das ist vor allem auf die Stilllegung veralteter Kraftwerksanlagen bei gleichzeitiger Verbesserung der Anlageneffizienz des noch bestehenden Kraftwerkparks sowie den Einsatz umweltfreundlicher Energieträger zurück zu führen.
Mit dem Jahr 2000 erfolgte die Inbetriebnahme der neu errichteten Braunkohlekraftwerke Boxberg IV und Lippendorf. Gleichlaufend mit dem Anstieg des Braunkohleanteils an der Stromerzeugung ist eine Erhöhung des CO2 – Ausstoßes erkennbar. Die umfassenden Effizienzverbesserungen konnten die Erhöhung des CO2-Ausstoßes jedoch nicht abfangen. Seit 2001 liegt die Treibhausgasfreisetzung mit geringen Schwankungen in einem Bereich zwischen 29 und 33 Mio. Tonnen pro Jahr. Zu beachten ist auch, dass cirka ein Drittel des in Sachsen erzeugten Stromes exportiert wird.

Marginalspalte

Bild: Illustration für Umweltindikator

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Trendbewertung

Bewertung

Tendenz: stagnierend

Datenaktualität

letzte Aktualisierung: 21.07.2016

verfügbare Wertebasis:                   1 Jahr zurückliegend

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

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