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Ammoniak-Emission

Beschreibung des Indikators

Der Indikator beschreibt die jährliche Emissionsmenge von Ammoniak (NH3) in Tonnen pro Jahr im Freistaat Sachsen. Die Berechnung der Emissionsmengen erfolgt mit Hilfe von Emissionsfaktoren und Daten zum Verbrauch oder zum Bestand.

Diagramm: Ammoniak-Emissionen in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2012

Diagramm: Ammoniak-Emissionen in Sachsen in den Jahren 1990 bis 2012
(Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig, Berechnung der Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft - Nationaler Emissionsbericht (NIR) 2011 für 2009)

Jahr 1990 1995 2000 2005 2007
Ammoniak-Emission
(in t/a)
41330 265652 26699 26053 25771
Jahr  2008 2009 2010 2011  2012
Ammoniak-Emission
(in t/a)
26505 26597 26067 26482 25698

Tabelle: Ammoniak-Emissionen in Sachsen - ausgewählte Werte im Zeitraum 1990 bis 2012 [in t/a]

Aussage des Indikators

Ammoniak ist ein Luftschadstoff. Er trägt wesentlich zur Versauerung und Nährstoffanreicherung der nicht landwirtschaftlich genutzten Böden, zum Beispiel  Wälder und Magerrasen, sowie der Gewässer bei. In der unmittelbaren Umgebung großer Ammoniak - Emittenten kann es zur Schädigung der Vegetation kommen.
Ammoniak entsteht hauptsächlich bei der Zersetzung organischer Substanz. Neben der Landwirtschaft sind der Verkehr (Nebenreaktion im Katalysator) sowie der Mensch selbst als wesentliche Quellen erkennbar. Der mit Abstand größte Teil (ca. 95 % BRD gesamt)  der Ammoniakemissionen stammt aus landwirtschaftlichen Bereichen. Insbesondere die Tierhaltung und die damit verbundenen Tätigkeiten sind  Hauptverursacher der Luftverschmutzung mit Ammoniak.

Bewertung für Sachsen

Von 1990 bis 1999 ist ein Rückgang der Ammoniakemissionen um 40 % zu verzeichnen. Dies ist ursächlich auf einen gleichlaufend starken Rückgang des Tierbestandes, insbesondere  des Rinderbestandes, zurück zu führen. 2012 hatten 72 % der jährlichen Ammoniakemissionen einen landwirtschaftlichen Hintergrund, 14 % wurden durch die Haushalte und 3 % durch den Verkehr freigesetzt. 1990 waren es durch die Landwirtschaft noch 81 %, der Verkehr setzte 1 % frei und der Anteil der Freisetzung durch die Haushalte betrug 11 %. In der Gesamtsumme ist  der Trend der Ammoniakemission als gleichbleibend bis sehr leicht abnehmend einzuschätzen.

Marginalspalte

Bild: Illustration für Umweltindikator

Umweltindikatoren von A bis Z

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Navigator Umweltstatus

Trendbewertung

Bewertung

Tendenz: stagnierend

Datenaktualität

letzte Aktualisierung:  11.06.2015

verfügbare Wertebasis:                 2 Jahre zurückliegend

Indikator-Anwendung

Dieser Indikator wird angewendet bei der Bewertung von:

Schutzgut

Nutzer

Weiterführende Informationen

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